Private Haftpflicht, als Familie richtig abgesichert
Ein umgestoßenes Glas beim Nachbarn, ein Fahrradunfall, ein Kind, das etwas kaputt macht, die Haftpflicht steht für die Familie ein. Wichtig ist der richtige Familientarif.
Wer ist abgesichert?
- Im Familientarif sind Partner:in und Kinder in der Regel mitversichert, das muss aber explizit als Familien- oder Paartarif vereinbart sein.
- Kleine Kinder gelten als deliktunfähig: Verursachen sie einen Schaden, haften sie rechtlich oft nicht, ein guter Tarif zahlt trotzdem freiwillig.
- Beim Zusammenziehen oder Heiraten reicht eine gemeinsame Familienpolice; zwei Single-Policen sind dann doppelt gezahlt.
- Erwachsene Kinder in Erstausbildung können bei vielen Tarifen weiter mitversichert bleiben, das ist aber ein Jugend-Thema und hier zweitrangig.
Was ändert sich mit Familie?
Mit Familie wechselst du vom Single- zum Familientarif. Das ist meist günstiger, als zwei Einzelpolicen zu behalten, und schließt Partner:in und Kinder ein. Achte darauf, dass „deliktunfähige Kinder“ mitversichert sind, sonst bleibst du auf Schäden sitzen, die dein Kleinkind verursacht, obwohl es rechtlich nicht haftet.
Eine Police oder pro Person?
Eine Police für die ganze Familie. Beim Zusammenziehen oder Heiraten solltet ihr die beiden bisherigen Single-Policen zu einem Familientarif zusammenführen, die jüngere Police lässt sich meist zum nächsten Termin kündigen, ohne Schutzlücke. Wir zeigen dir, wie das ohne Doppelzahlung geht.
Ab wann lohnt sich der Abschluss?
Eine private Haftpflicht gehört für jeden Haushalt zum Basis-Schutz, sie ist eine der wichtigsten und zugleich günstigsten Policen. Auf den Familientarif solltest du spätestens beim Zusammenziehen oder mit dem ersten Kind umstellen.
Beispiel-Beitrag
ab ca. 5 €/Monat*
Beiträge sind tarifabhängig. Endpreis individuell nach Alter, Gesundheit und Berufsgruppe. Die genannten Werte sind unverbindliche Beispiele.
Wann wird das für euch konkret?
Geburt & erstes Babyjahr
Das Baby ist da. Ein paar Versicherungsdinge brauchen jetzt Aufmerksamkeit, wir haben sie für euch sortiert, damit ihr euch aufs Wesentliche konzentrieren könnt.
Wachsende Familie (zweites Kind, größerer Haushalt)
Mit jedem weiteren Kind und größerem Haushalt sollte die Absicherung mitwachsen. Meist geht es nicht um neue Policen, sondern um die richtigen Summen.
Zusammenziehen / gemeinsamer Haushalt
Wenn aus zwei Haushalten einer wird, ändern sich auch eure Versicherungen. Vieles lässt sich zusammenlegen und sparen, manches braucht ihr neu.
Verwandte Versicherungen
Hausratversicherung
Wenn zwei Haushalte zusammenkommen und Kinderzimmer dazu, steigt der Wert eures Hausrats. Die Versicherungssumme sollte mitwachsen, damit du im Schadensfall voll abgesichert bist.
Rechtsschutzversicherung
Streit ums Mietverhältnis, ein Verkehrsunfall, Ärger im Job, ein Familienrechtsschutz übernimmt Anwalts- und Gerichtskosten, damit ihr euer Recht nicht aus Kostengründen aufgebt.
Häufige Fragen zu Haftpflicht
In einem Familien- oder Paartarif sind Kinder in der Regel mitversichert. In einem Single-Tarif nicht, deshalb solltet ihr spätestens mit dem ersten Kind auf einen Familientarif umstellen. Prüfe in der Police, ob „minderjährige Kinder“ und idealerweise „deliktunfähige Kinder“ ausdrücklich genannt sind.
Kinder unter sieben Jahren (im Straßenverkehr unter zehn) gelten rechtlich als deliktunfähig, sie haften für Schäden meist nicht. Geschädigte bleiben dann ohne den Einschluss „Mitversicherung deliktunfähiger Kinder“ auf den Kosten sitzen. Gute Familientarife zahlen in diesen Fällen freiwillig. Achte beim Abschluss auf diesen Baustein.
Nein. Beim Zusammenziehen oder Heiraten reicht ein gemeinsamer Familientarif. Die zweite, jüngere Police lässt sich in der Regel zum nächstmöglichen Termin kündigen, ohne dass eine Schutzlücke entsteht. So zahlt ihr nicht doppelt. Wir helfen euch, die richtige Police zu behalten.
Familientarife mit hohen Deckungssummen (ab 10 Mio. €) beginnen bei rund 5 €/Monat*, oft kaum teurer als ein Single-Tarif. Der genaue Beitrag hängt von Deckungssumme, Selbstbeteiligung und Zusatzbausteinen ab (z. B. Schlüsselverlust, Forderungsausfall).
Wir raten zu mindestens 10 Mio. € pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Personenschäden, etwa wenn jemand durch einen Unfall dauerhaft pflegebedürftig wird, können diese Größenordnung erreichen, und die Differenz haftet ihr persönlich. Die Mehrkosten für eine hohe Summe sind gering.
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